Traumata können für Frauen mehr als psychisch schädlich sein: Neue Untersuchungen legen nahe, dass sie auch die Wahrscheinlichkeit von Herzbeschwerden erhöhen können.

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In der neuen Studie wurden fast 300 Nichtraucherinnen analysiert, die sich der Menopause näherten oder in der Vergangenheit waren. Sie wurden nach ihrer Lebensgeschichte mit traumatischen Erlebnissen wie sexueller Belästigung, dem Tod eines Kindes, einem Autounfall, dem Überleben einer Naturkatastrophe oder dem Schlagen oder Überfallen gefragt.


Frauen, die über drei oder mehr traumatische Erfahrungen berichteten, hatten eine schlechtere Funktion der inneren Auskleidung des Herzens und der Blutgefäße (Endothelfunktion) als Frauen mit weniger traumatischen Erfahrungen.

Eine verminderte Endothelfunktion erhöht das Risiko für Herzerkrankungen, stellten die Forscher fest.

Die Studie sollte am Mittwoch auf der Jahrestagung der North American Menopause Society (NAMS) in Philadelphia vorgestellt werden.


"Diese Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung psychosozialer Faktoren wie Traumaexposition für die Entwicklung des Herzkrankheitsrisikos bei Frauen im mittleren Lebensalter", sagte die Studienautorin Rebecca Thurston von der University of Pittsburgh School of Medicine.

JoAnn Pinkerton ist Geschäftsführerin von NAMS. "Angesichts des hohen Prozentsatzes von Frauen nach der Menopause, die von Herzerkrankungen betroffen sind, ist dies eine wichtige Studie, die Gesundheitsdienstleister daran erinnern sollte, dass die Geschichte einer Frau eingehend erörtert werden muss, ohne nur nach ihrer körperlichen Gesundheit zu fragen", sagte sie in einer NAMS-Pressemitteilung.

Herzerkrankungen sind eine der häufigsten Todesursachen bei Frauen in den USA. Nach Angaben der American Heart Association stirbt jede Minute eine Frau an einer Herzkrankheit.

Bis zur Veröffentlichung in einem von Experten begutachteten Journal sollte die Forschung als vorläufig betrachtet werden.


#17 Identity Trauma & Affairs/Infidelity - Christine with Dr. Franz Ruppert in Munich (Dezember 2020).