Von Judette Louis, MPH, Universität von Südflorida, dem SWHR Interdisciplinary Network on Sleep Member und Mary Ashley Cain, MD, Universität von Südflorida

Für viele Frauen kann die Schwangerschaft mit Ängsten und Sorgen gefüllt sein. Dann muss sich eine neue Mutter nach monatelanger Diät und Befolgung der Anweisungen des Arztes auf ihr wundervolles, schnell wachsendes und manchmal anspruchsvolles Kind konzentrieren.

Während das Leben weitergeht, vergessen Mütter gerne alle Sorgen der Schwangerschaft, ohne zu wissen, dass eine Schwangerschaft ein Fenster für ihre zukünftige Gesundheit bietet.


Ein besonderes Problem - schlechter Schlaf während der Schwangerschaft - ist häufig Sodbrennen, häufiges Wasserlassen oder sogar die Bewegung des Babys. Schlechter Schlaf in der Schwangerschaft kann jedoch auf die Verschlechterung eines Zustands zurückzuführen sein, der als Schlafapnoe bekannt ist.

Frauen mit Schlafapnoe haben während des Schlafs Atempausen, die zu einem niedrigen Sauerstoffgehalt im Blut führen. Das Gehirn registriert diese Pausen und weckt die Frau, damit sie wieder normal atmen kann.

Symptome dieser Erkrankung können Schnarchen und übermäßige Schläfrigkeit während des Tages sein. Jüngste Studien haben bestätigt, dass Frauen mit Schlafapnoe doppelt so häufig an Schwangerschaftskomplikationen wie Schwangerschaftsdiabetes, Schwangerschaftshypertonie oder Präeklampsie leiden. Wenn eine dieser Bedingungen vorliegt, ist das Schwangerschaftsrisiko für Frauen höher, und das Risiko besteht auch nach dem Ende der Schwangerschaft.


Studien deuten zunehmend darauf hin, dass Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes, Schwangerschaftshypertonie oder Präeklampsie im späteren Leben häufiger an Herzerkrankungen leiden. Die Studien waren so konsistent, dass die American Heart Association jetzt Schwangerschaftsdiabetes, Schwangerschaftshypertonie und Präeklampsie als Risikofaktoren für Herzerkrankungen bei Frauen anerkennt.

Angesichts der Tatsache, dass Herzerkrankungen die häufigste Todesursache bei Frauen sind, müssen wir diesen Studien besondere Aufmerksamkeit schenken.

Eine wichtige Frage ist: „Wie schnell sehen wir den Unterschied?“ Die Antwort ist besorgniserregend. Eine Studie ergab eine 20-prozentige Zunahme von Herzkrankheiten und Schlaganfällen bei Frauen, die bereits drei bis fünf Jahre nach der Entbindung an Präeklampsie leiden. Dieser Befund weist darauf hin, dass wir möglicherweise schnell handeln müssen, um Herzerkrankungen vorzubeugen.


Die nächste wichtige Frage lautet: „Was können wir dagegen tun?“ Ärzte und Forscher suchen nach Wegen, um Herzkrankheiten bei Frauen, bei denen diese Schwangerschaftskomplikationen auftreten, vorzubeugen.

In der Zwischenzeit gibt es einige bekannte Möglichkeiten, das Risiko für Herzerkrankungen zu senken. Frauen, die stillen, entwickeln mit einer Wahrscheinlichkeit von 20 bis 30 Prozent weniger Herzkrankheiten als Frauen, die noch nie gestillt haben.

Darüber hinaus empfiehlt die American Heart Association "Life's Simple 7" als Schlüsselfaktoren für eine optimale Herzgesundheit. Dazu gehören 2½ Stunden moderate körperliche Aktivität pro Woche, die Kontrolle des Cholesterins, das Aufhören des Rauchens, das Essen gesünderer Lebensmittel, die Aufrechterhaltung eines normalen Körpergewichts, die Kontrolle des Blutdrucks und die Kontrolle des Blutzuckers.

Außerhalb der Schwangerschaft wurde die Behandlung der Schlafapnoe auch mit einer Abnahme der durch Herzerkrankungen verursachten Todesfälle bei Frauen in Verbindung gebracht. Wenn Sie an Schlafapnoe leiden oder Komplikationen in der Schwangerschaft hatten, sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber, was Sie tun können, um das Risiko einer Herzerkrankung zu verringern.

Das interdisziplinäre Netzwerk der Gesellschaft für Frauengesundheitsforschung zum Thema Schlaf hat sich zum Ziel gesetzt, das Bewusstsein für Geschlecht und geschlechtsspezifische Unterschiede im Schlaf und im Tagesrhythmus sowie deren Auswirkungen auf Gesundheit und Wohlbefinden zu fördern. Erfahren Sie mehr über das Sleep Network Hier.

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Beste und schlechteste Schlafpositionen während der Schwangerschaft (Juli 2021).