Kinderbetreuungsexperten sagen, es sei gefährlich, wenn Säuglinge mit ihren Eltern im selben Bett schlafen. Jetzt berichten Forscher, dass "Babyboxen" und Elternbildung dazu beitragen können, die unsichere Praxis zu reduzieren.

Die gemeinsame Nutzung des Bettes steht in Zusammenhang mit schlafbezogenen Todesfällen bei Säuglingen, einschließlich des plötzlichen Kindstods (SIDS), und versehentlichem Ersticken und Erwürgen. Dies geht aus den Hintergrundinformationen dieser Studie hervor.

Für die Studie haben Forscher des Temple University Hospital in Philadelphia mehr als 2.700 neue Mütter rekrutiert. Die Hälfte wurde von Angesicht zu Angesicht über den sicheren Schlaf von Säuglingen unterrichtet und erhielt eine Babyschachtel (eine Pappwiege) mit einer festen Matratze. Die andere Hälfte erhielt nur Standardanweisungen zur Entlassung aus der Pflege mit Informationen zum sicheren Schlaf des Kindes.


Die Kombination aus Babyschachtel und Anweisungen von Angesicht zu Angesicht reduzierte die Rate der Bettteilung in den ersten acht Lebenstagen der Säuglinge um 25 Prozent, so die Studie.

Für ausschließlich gestillte Säuglinge - die ein erhöhtes Risiko haben, sich ein Bett zu teilen - ergab sich nach Angaben der Forscher eine Reduzierung der Bettenaufteilung um 50 Prozent.

"Zukünftige Studien sind erforderlich, um festzustellen, ob die Wirkung dieser Intervention in den ersten 6 bis 12 Lebensmonaten nachhaltig ist", sagte die leitende Forscherin Dr. Megan Heere, eine Assistenzprofessorin für Pädiatrie.


Ob dieser Ansatz die Zahl der schlafbezogenen Todesfälle in großen Bevölkerungsgruppen im Laufe der Zeit signifikant senken kann, muss ebenfalls geprüft werden, sagte sie in einer Pressemitteilung von Temple.

Die meisten Mütter, die eine Babyschachtel erhielten, gaben an, die Schachtel als Schlafplatz für ihre Säuglinge zu nutzen, und 12 Prozent gaben an, die Schachtel sei der übliche Schlafplatz für ihre Säuglinge.

59 Prozent der Mütter, die ausschließlich gestillt haben und die Box auch als Schlafgelegenheit nutzten, gaben an, dass die Box laut Studie das Stillen erleichtert.

Die Ergebnisse wurden auf dem jüngsten Treffen der Pediatric Academic Societies in San Francisco vorgestellt. Bei Sitzungen vorgelegte Ergebnisse sollten als vorläufig betrachtet werden, bis sie in einem von Fachleuten geprüften medizinischen Journal veröffentlicht werden.


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