Wenn bei Menschen Krebs diagnostiziert wird, ist es leicht zu übersehen, welche Folgen die Krankheit für ihre Pflegekräfte hat, sagen Sozialarbeiter, die sich auf die Krebsbehandlung spezialisiert haben.

Krebs kann Beziehungen dramatisch verändern und Eltern dazu zwingen, von ihren Kindern abhängig zu sein, oder unabhängige Menschen, sich auf Angehörige zu verlassen. Währenddessen tendieren diejenigen, die Krebspatienten wie Ehepartner, Partner, Geschwister, Kinder oder Freunde unterstützen, dazu, ihre eigenen Bedürfnisse in den Hintergrund zu rücken.

Pflegekräfte, die ihren Geist und Körper gesund halten, können ihre Angehörigen jedoch besser versorgen, raten Lauren Kriegel und Autumn Banta, Sozialarbeiter für Onkologie am Rutgers Cancer Institute in New Jersey.

Kriegel und Banta wiesen in einer Pressemitteilung von Rutgers darauf hin, dass es schwierig sein könnte, Zeit und Energie zu finden, um auf sich selbst aufzupassen, während man sich um jemanden mit Krebs kümmert.

Es gibt jedoch Möglichkeiten, wie Pflegekräfte auch für sich selbst sorgen können, ohne viel Zeit oder Geld aufwenden zu müssen. Die Sozialarbeiter machen folgende Vorschläge:

  • Fühle dich nicht schuldig. Es ist normal, sich schlecht zu fühlen, wenn Ihr geliebter Mensch mit Krebs fertig wird. Es ist wichtig, diese Gefühle an einem sicheren Ort zu identifizieren und zu teilen, aber lassen Sie sich nicht davon abhalten, auf Ihre eigenen Bedürfnisse einzugehen. Sie können keinem anderen helfen, wenn Sie wenig Energie und Geduld haben.
  • Machen Sie eine glückliche Liste. Schreiben Sie einige Dinge auf, die Ihnen helfen, Freude zu empfinden, z. B. ein gutes Lied zu spielen, spazieren zu gehen oder ein Schaumbad zu nehmen. Nehmen Sie sich etwas Zeit, um diese Dinge zu erledigen.
  • Entspannen. Finde Wege, um entspannt und ruhig zu bleiben. Es ist wichtig, gesunde Schlafgewohnheiten beizubehalten. Entspannt zu bleiben kann auch Atemübungen, geführte Bilder oder Meditation erfordern. Es gibt Apps, die Sie herunterladen können, um Sie durch diesen Prozess zu führen.
  • Sei nicht hart zu dir. Es ist wichtig, Mitgefühl mit anderen zu zeigen, aber es ist genauso wichtig, sich eine Pause zu gönnen. Pflegekräfte spüren oft Stress. Achten Sie darauf, dies zu erkennen, und unternehmen Sie kleine Schritte, um diese Belastung zu lindern.
  • Bitte um Hilfe. Wenden Sie sich an einen Sozialarbeiter für Onkologie. Dies ist ein Fachmann, der einen individuellen Plan ausarbeiten kann, um Sie bei der Bewältigung Ihrer Rolle als Pflegekraft zu unterstützen.

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