Laut einer neuen Studie sind amerikanische Arbeitnehmer häufig körperlich und emotional belastet und am Arbeitsplatz sind zahlreiche Gefahren zu befürchten.

Eine landesweite Umfrage unter etwas mehr als 3.000 Erwachsenen ergab, dass viele von ihnen instabile Arbeitszeiten und unangenehme und potenziell gefährliche Arbeitsbedingungen hatten.

Die Ergebnisse stammen aus einer Umfrage von 2015, die als eine der gründlichsten Untersuchungen bezeichnet wurde, die jemals das Leben am amerikanischen Arbeitsplatz untersucht haben.


"Ich war überrascht, wie schwierig die Besteuerung des Arbeitsplatzes zu sein scheint, sowohl für schlecht ausgebildete als auch für besser ausgebildete Arbeitnehmer", sagte Studienleiterin Nicole Maestas.

Sie ist außerordentliche Professorin für Gesundheitspolitik an der Harvard Medical School und außerordentliche Wirtschaftswissenschaftlerin bei der gemeinnützigen RAND Corp., die die Studie mit der University of California in Los Angeles finanzierte.

"Die Arbeit im Büro ist anstrengend, und es ist anstrengend, wenn sie vom Arbeitsplatz ins Familienleben der Menschen gelangt", fügte Maestas in einer Pressemitteilung von RAND hinzu.


In der Umfrage wird der amerikanische Arbeitsplatz folgendermaßen dargestellt:

  • Zeitpläne ändern: Während 80 Prozent der Befragten angaben, das ganze Jahr über eine stabile und vorhersehbare Arbeit zu haben, gaben nur 54 Prozent an, täglich die gleiche Anzahl von Stunden zu arbeiten. Ein Drittel gab an, keine Kontrolle über ihren Arbeitsplan zu haben.
  • Physiklabor: Fast drei von vier Befragten gaben an, mindestens ein Viertel der Zeit intensiv oder wiederholt körperlich am Arbeitsplatz zu arbeiten. Arbeitnehmer ohne Hochschulausbildung leisteten mehr körperliche Arbeit, aber viele hochschulausgebildete und ältere Arbeitnehmer auch.
  • Mythos der Telearbeit: Trotz des Anstiegs der Telearbeit gaben fast acht von zehn Arbeitnehmern an, während der Geschäftszeiten an ihrem Arbeitsplatz anwesend sein zu müssen.
  • Gefahren und unerwünschte Aufmerksamkeit: Mehr als die Hälfte gab an, unangenehmen und potenziell gefährlichen Arbeitsbedingungen ausgesetzt zu sein. Fast 20 Prozent gaben an, bei der Arbeit einem feindlichen oder bedrohlichen sozialen Umfeld ausgesetzt gewesen zu sein. Jüngere Frauen stießen am ehesten auf unerwünschte sexuelle Aufmerksamkeit, während jüngere Männer am ehesten beschimpft wurden.
  • Deadline-Anforderungen: Mehr als ein Viertel der Befragten gab an, zu wenig Zeit zu haben, um ihre Arbeit zu erledigen, wobei Angestellte am ehesten diese Beschwerde einreichen würden. Etwa die Hälfte gab an, in ihrer Freizeit zu arbeiten, um den Arbeitsanforderungen gerecht zu werden.
  • Work-Life-Balance: Etwa ein Drittel der Beschäftigten gab an, dass sie ihre Arbeitszeiten nicht an persönliche Angelegenheiten anpassen können. Mehr als ein Viertel berichtete über ein Missverhältnis zwischen Arbeitszeit und sozialem und familiärem Engagement.

Der Bericht ergab auch, dass sich die Präferenzen ändern, wenn die Arbeitnehmer älter werden. Ältere Arbeitnehmer bevorzugen es, ihr eigenes Tempo zu bestimmen und ihre Arbeitsweise zu kontrollieren, zusammen mit weniger körperlich anstrengenden Aufgaben.

Viele ältere Arbeitnehmer gaben an, nach ihrer Pensionierung wieder eingestellt zu werden, und viele über 50, die arbeitslos sind, würden erwägen, ihre Arbeit wieder aufzunehmen, wenn die Bedingungen stimmen.


Das unterstreicht die soziale Bedeutung des Arbeitsplatzes. Mehr als die Hälfte der Arbeitnehmer bezeichnete ihren Chef als unterstützend und gab an, sehr gute Freunde bei der Arbeit zu haben.

Aber weniger als vier von zehn Arbeitnehmern gaben an, dass ihre Arbeit gute Aufstiegschancen biete, und alle Arbeitnehmer sind weniger optimistisch, wenn sie älter werden, wie die Ergebnisse zeigen.

Für die meisten bringt Arbeit "Sinn" zum Leben. Vier von fünf Arbeitnehmern gaben an, dass ihre Arbeit immer oder die meiste Zeit Sinn ergibt. Ältere Männer mit einer Hochschulausbildung gaben am ehesten an, sinnvolle Arbeit zu leisten.

Die Forscher sagten, dass sie planen, im Anschluss eine Studie zu erstellen, in der untersucht wird, wie sich die Bedingungen an US-amerikanischen Arbeitsplätzen mit denen in anderen Ländern vergleichen lassen.


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